Sonntag, 29. Mrz 2020

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Industrieproduktion im Juli: Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Juli 2019 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 4,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war die Ausbringung geringer als im Juni. Den größten Rückgang gab es in der Konsumgüterindustrie, deren Produktion in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte (minus 24,1 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie schrumpfte der Output um 0,8 Prozent. Der Güterausstoß der Investitionsgüterhersteller erhöhte sich um 0,7 Prozent.

Die drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelten sich unterschiedlich. Die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, steigerte ihre Ausbringung im Juli deutlich um 5,3 Prozent. Auch in der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, lag der Output über dem Niveau des Vormonats (plus 1,9 Prozent). Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, drosselte hingegen seine Produktion um 4,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen (minus 26,5 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie fiel – allerdings ausgehend von einem außergewöhnlich hohen Niveau – wesentlich niedriger aus als im Juli 2018. In der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie war der Güterausstoß ebenfalls rückläufig. Von den drei größten Industriebranchen musste der Maschinenbau die größten Einbußen hinnehmen. Auch in der Chemieindustrie lag die Ausbringung unter dem Niveau des Vorjahresmonats, während die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie ihre Produktion steigerte.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)