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Baumobsternte 2019 unterdurchschnittlich

Die rheinland-pf√§lzischen Obstbaubetriebe k√∂nnen dieses Jahr ‚Äď nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ‚Äď eine Gesamternte von 47.000 Tonnen Baumobst einfahren. Dies entspricht einem R√ľckgang um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf den sechsj√§hrigen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 betr√§gt der Minderertrag zw√∂lf Prozent.

Besonders bei der in Rheinland-Pfalz bedeutendsten Baumobstart, dem Apfel, f√§llt die Erntemenge relativ klein aus: Es wird von einer Gesamterntemenge von rund 21.600 Tonnen ausgegangen, das w√§ren 44 Prozent weniger als im Jahr 2018. Rechnerisch st√ľnden somit jedem Einwohner f√ľnf Kilogramm √Ąpfel aus heimischer Erzeugung zur Verf√ľgung; das w√ľrde rund ein Viertel des Pro-Kopf-Verbrauchs decken, der 2015/16 bei 19 Kilogramm lag.

√Ąpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut. Der Hektarertrag wird auf rund 15,5 Tonnen gesch√§tzt. Der sechsj√§hrige Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 betr√§gt 21,1 Tonnen je Hektar.

Nach den Feststellungen der Ernteberichterstatterinnen und -berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Gesamterntemengen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit einer Erntemenge von 2.200 Tonnen ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielen (minus 23 Prozent im Vergleich zu 2018).

Bei den S√ľ√ü- sowie Sauerkirschen wurde f√ľr die Gesamterntemenge im Vergleich zu 2018 ein R√ľckgang von unter zwei Prozent ermittelt. Bezogen auf den sechsj√§hrigen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 kann jedoch von einem Plus von 39 bzw. f√ľnf Prozent ausgegangen werden. S√ľ√ükirschen stehen mit 653 Hektar auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Die gesch√§tzte rheinland-pf√§lzische Gesamterntemenge betr√§gt 4.500 Tonnen, der Durchschnittsertrag 6,9 Tonnen je Hektar. Auf den 5621 Hektar mit Sauerkirschen wurde ein durchschnittlicher Hektarertrag von 9,3 Tonnen erzielt, der den Mittelwert der Jahre 2013 bis 2018 (8,4 Tonnen/Hektar) um knapp eine Tonne √ľbersteigt. Die Erntemenge bel√§uft sich auf 5.200 Tonnen.

Die Flächenangaben beziehen sich auf die Baumobstanbauerhebung 2017.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung f√ľr Baumobst. Rund 200 Landwirte berichten regelm√§√üig √ľber die Wachstumsbedingungen und die Ertr√§ge von Baumobst. Die Sch√§tzungen sind vorl√§ufig und k√∂nnen je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endg√ľltigen Ergebnissen abweichen. Quelle f√ľr Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch √ľber Ern√§hrung, Landwirtschaft und Forsten 2016; Tabelle 265

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)