Freitag, 28. Februar 2020

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Auftragseingänge der Industrie im Oktober 2019 gestiegen

Im Oktober 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Der Grund dafür ist eine Zunahme der Bestellungen aus dem Ausland (plus 6,5 Prozent). Das Ordervolumen aus dem Inland schrumpfte hingegen um 4,4 Prozent.

Die drei industriellen Hauptgruppen entwickelten sich unterschiedlich. In der Konsumgüterindustrie fielen die bereinigten Auftragseingänge im Oktober um 39,2 Prozent höher aus als im Vormonat. Die Nachfrage nach Investitionsgütern blieb nahezu unverändert (plus 0,2 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie verringerte sich das Ordervolumen hingegen um vier Prozent.
Der Nachfragerückgang in der Vorleistungsgüterindustrie ist unter anderem auf Einbußen in der Chemiebranche zurückzuführen. In der Chemieindustrie, die die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, nahmen die bereinigten Auftragseingänge im Oktober um 5,1 Prozent ab. Auch im Maschinenbau, der die drittgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, waren die Bestellungen rückläufig (minus 3,3 Prozent). Einen Zuwachs um 3,8 Prozent verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählen und die zweitgrößte Industriebranche bilden.

Zugleich lagen die bereinigten Auftragseingänge im Oktober 2019 weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 11,3 Prozent). Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor (minus 10,7 bzw. minus 11,7 Prozent). Der Nachfragerückgang erstreckte sich auf alle drei Hauptgruppen. Alle drei großen Branchen mussten Einbußen bei den Auftragseingängen hinnehmen; am stärksten fiel das Minus in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen aus (minus 21,3 Prozent).

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)