Mittwoch, 12. August 2020

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Auftragseingänge der Industrie im Dezember 2019 gestiegen

Im Dezember 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen mehr Bestellungen ein als im November (plus 2,6 bzw. plus 1,1 Prozent).

Die drei industriellen Hauptgruppen entwickelten sich unterschiedlich. In der Investitionsgüterindustrie nahm das Ordervolumen im Dezember kräftig um 5,9 Prozent zu. Die Nachfrage nach Vorleistungs- und Konsumgütern war hingegen leicht rückläufig (jeweils minus 0,9 Prozent).

In den drei größten Industriebranchen verlief die Entwicklung ebenfalls uneinheitlich. Die Chemieindustrie, die die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist und zur Vorleistungsgüterindustrie zählt, musste einen Rückgang der bereinigten Auftragseingänge hinnehmen (minus 1,2 Prozent). Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Branche des Verarbeitenden Gewerbes bilden, gingen dagegen mehr Bestellungen ein als im November (plus 1,1 Prozent). Der Maschinenbau, der auch zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Industriebranche ist, verbuchte ebenfalls einen Zuwachs (plus 2,9 Prozent).

Die Nachfrage nach Industrieprodukten aus Rheinland-Pfalz lag im Dezember 2019 weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 13,9 Prozent). Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor (minus 14,0 bzw. minus 13,8 Prozent). Während das Ordervolumen in der Investitionsgüter- und in der Konsumgüterindustrie stark zurückging, blieb die Nachfrage nach Vorleistungsgütern nahezu unverändert. Die Chemiebranche verzeichnete einen Anstieg der bereinigten Auftragseingänge, während die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie der Maschinenbau starke Einbußen hinnehmen mussten.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)