Freitag, 15. Januar 2021

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Industrie im November 2020: Auftragseingänge stiegen kräftig

Im November 2020 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex 9,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen deutlich mehr Bestellungen ein als im Oktober (plus 6,7 bzw. plus zwölf Prozent).

Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten Zuwächse. Mit Abstand am stärksten stieg das Ordervolumen in der Investitionsgüterindustrie (plus 16 Prozent). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern gingen im November 5,9 Prozent mehr Aufträge ein als im Vormonat. Die Nachfrage nach Konsumgütern erhöhte sich um 4,2 Prozent.

Das starke Auftragsplus in der Investitionsgüterindustrie ist insbesondere auf den kräftigen Anstieg der Bestellungen in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie zurückzuführen. In dieser Branche, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im November um 31 Prozent. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Industriebranche ist, fiel der Zuwachs mit plus 3,4 Prozent wesentlich schwächer aus. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, nahm das Ordervolumen im November um 7,8 Prozent zu.

Im November lagen die preis-, kalender- und saisonbereinigten Auftragseingänge wieder über dem Vorkrisenniveau, und zwar deutlich: Es gingen 16 Prozent mehr Bestellungen ein als im Februar 2020, als die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland noch relativ wenig beeinträchtigte. Dazu trugen das Inlands- und das Auslandsgeschäft fast gleichermaßen bei. Während in der Investitionsgüterindustrie 25 Prozent und in der Vorleistungsgüterindustrie 15 Prozent mehr Aufträge eingingen, lagen die Bestellungen in der Konsumgüterindustrie im November weiterhin unter dem Vorkrisenniveau (minus 4,7 Prozent). Alle drei großen Industriebranchen verzeichneten Zuwächse. Am kräftigsten stiegen die Bestellungen in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie; sie waren im November 36 Prozent höher als im Februar.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der beiliegenden Tabelle entnommen werden.  Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)