Freitag, 16. April 2021

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Bauhauptgewerbe im Januar 2021:

Aufträge und Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Januar 2021 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Dezember 2020 – kalender- und saisonbereinigt – um 8,2 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz war um 14,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar 2020 verringerte sich das Ordervolumen um 4,9 Prozent, der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent zurück.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Dezember 2020 verringerten sich die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau um 16,1 Prozent. Der Hochbau verzeichnete dagegen einen Anstieg um 2,1 Prozent. Die stärksten Rückgänge errechnen sich für den öffentlichen Hochbau sowie den Straßenbau (minus 27,2 bzw. minus 24,1 Prozent). Im gewerblichen Hochbau sowie im Wohnungsbau zog das Ordervolumen an (plus 16,0 bzw. plus 6,4 Prozent). Gegenüber Januar 2020 wurde im Tiefbau ein deutlicher Nachfragerückgang registriert (minus 11,0 Prozent). Im Hochbau erhöhten sich die Auftragseingänge dagegen um 2,7 Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Dezember 2020 gab es im Hochbau einen kräftigen Rückgang der bereinigten Erlöse (minus 23,4 Prozent). Im Tiefbau blieb der Umsatz um 4,2 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Die negative Entwicklung im Hochbau wird durch die Umsatzeinbußen im Wohnungsbau verursacht (minus 49,5 Prozent). Hier hatte es zum Jahresende allerdings ein außergewöhnlich hohes Umsatzniveau gegeben. Im sonstigen öffentlichen Tiefbau kam es ebenfalls zu deutlich sinkenden Erlösen (minus 13,3 Prozent). Höhere Umsätze wurden lediglich im gewerblichen Hochbau sowie im Straßenbau registriert (plus 4,2 bzw. plus 1,7 Prozent). Gegenüber Januar 2020 gaben die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau nach (minus 3,6 bzw. minus 1,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)