Montag, 25. Oktober 2021

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Mai-Aufruf der KAB Deutschlands

1. Mai - Tag der Arbeit -  Solidarität statt Spaltung

Die Corona-Pandemie hat die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft verschärft. Frauen, Schüler*innen und Arbeitnehmer*innen im Niedriglohnbereich sind die großen Verliererinnen der Pandemie-Einschränkungen. Doppel- bis Dreifachbelastungen für Frauen und Mütter, fehlende Ausbildungsplätze und soziale Ausgrenzung im Schul- und Bildungssystem und nicht zuletzt eine Wirtschaft, die Beschäftigte im Niedriglohnbereich zuerst auf die Straße setzt, treiben einen Keil in unsere Gesellschaft.

Hartz-IV-Leistungen jetzt langfristig aufstocken

150 Euro Einmalzahlung für Bezieher*innen von Hartz-IV-Leistungen reichen nicht aus.  Die Regelsätze müssen auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind, angehoben werden. Darüber hinaus braucht es statt einer Einmalzahlung für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat, um zusätzliche corona-bedingte Kosten auszugleichen.

Stoppt die drohende Bildungskatastrophe !

Die Corona-Pandemie hat die Defizite im Bereich der beruflichen und universitären Ausbildung offengelegt. Lehrstellen fehlen. Es reicht nicht aus, wenn Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Corona-Ausbildungsprämie erhöht. Politik und Wirtschaft müssen größere Anstrengungen und Hilfspakete auflegen, damit eine ganze Generation durch die Pandemie nicht verloren geht. Die Jugend braucht einen Schutzschirm. Wir brauchen jetzt eine Bildungspolitik, die besonders benachteiligte Schüler*innen und Auszubildende mit CoronaSonderzahlungen und dem Ausbau der überbetrieblichen Ausbildung unterstützt.

Pandemie-Gewinner müssen Solidarität zeigen!

Die großen Gewinner der Pandemie wie Amazon & Co müssen sich stärker an den Kosten beteiligen. Wir fordern die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, damit nicht die leidtragenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die ganzen Schulden und Lasten der Krise tragen müssen.