Donnerstag, 13. Mai 2021

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Schlachtungen 2020: 1,2 Millionen Schweine und 62.000 Rinder

An den Schlachtstätten in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2020 rund 1,2 Millionen Schweine (gut zwei Prozent weniger als im Vorjahr) und etwa 62.000 Rinder (minus neun Prozent) geschlachtet. Das waren 2,3 Prozent der bundesweit geschlachteten 53,3 Millionen Schweine und 1,9 Prozent der 3,3 Millionen geschlachteten Rinder. Die Schlachtmenge der Schweine und Rinder lag mit 137.000 Tonnen gut ein Prozent unter dem Vorjahresniveau, wobei 86 Prozent auf Schweine entfielen.

Entgegen der vergangen Tendenz wurden im Jahr 2020 weniger Schweine ausländischer Herkunft gewerblich geschlachtet. Der Anteil sank von 30 Prozent 2019 auf 24 Prozent 2020. Ein ähnlich ausgeprägter Rückgang ist auch bei den gewerblichen Schlachtungen insgesamt festzustellen: 2020 lag der Anteil geschlachteter Tiere ausländischer Herkunft bei 22 Prozent, 2019 waren es noch 29 Prozent.

Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz 1,8 Prozent der Schafe in Deutschland – überwiegend als Lämmer – und 3,8 Prozent der Ziegen geschlachtet. Mit knapp 650 ist die Zahl der Hausschlachtungen bei Schweinen weiter rückläufig (minus 4,3 Prozent). Bei Rindern ist ein Anstieg um 24 Prozent auf 700 Schlachtungen zu verzeichnen. Bei Schafen gab es ein Plus von 2,2 Prozent auf gut 1.000 Hausschlachtungen.

Die Zahl der geschlachteten und für den menschlichen Verzehr als tauglich frei gegebenen Pferde sank im Jahr 2020 auf gut 500 (minus 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Rheinland-Pfalz hat damit einen Anteil von 12,5 Prozent der in Deutschland geschlachteten Pferde.

Eine sehr geringe Bedeutung haben in Rheinland-Pfalz Geflügelschlachtungen. Hier gibt es nur sechs von bundesweit 199 Betrieben; 2020 entfielen gut 45.000 der knapp 704 Millionen deutschlandweiten Geflügelschlachtungen auf Rheinland-Pfalz.

Die Schlachtungsstatistik basiert auf den monatlichen Meldungen der amtlichen Veterinäre über die beschauten Schlachtungen. Der Erhebungsbereich umfasst alle durchgeführten Schlachttier- und Fleischuntersuchungen. Die für den menschlichen Verzehr als untauglich beurteilten Tiere werden in der Statistik nicht berücksichtigt.
Die Schlachtungen von Geflügel werden bei Betrieben, die nach dem EG-Hygienerecht für Geflügelschlachtungen zugelassen sind, erhoben. Unternehmen mit Betrieben in mehreren Bundesländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Die Ergebnisse der Erhebung werden vom Statistischen Bundesamt für das Bundesgebiet und nach Bundesländern veröffentlicht, soweit dies mit den Geheimhaltungsvorschriften vereinbar ist.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)