Sonntag, 20. Juni 2021

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Einzelhandelsumsätze im Februar deutlich unter Vorjahreswerten

Die Corona-Pandemie erwies sich auch im Februar als Hemmschuh für die Umsatzentwicklung im rheinland-pfälzischen Einzelhandel: Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Einzelhandelsumsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, insgesamt um 9,1 Prozent unter denen im Februar des Vorjahres. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, sanken die Erlöse um 7,5 Prozent. In Deutschland reduzierte sich der Umsatz real um 6,6 Prozent (nominal: minus 5,3 Prozent).

Der Handel mit Lebensmitteln und der Non-Food-Bereich entwickelte sich vollkommen gegensätzlich. Da der Einzelhandel mit Nahrungsmitteln von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ausgenommen war, konnte hier ein reales Plus von 1,6 Prozent verzeichnet werden; Preissteigerungen führten zu nominalen Zunahmen von drei Prozent. Im Handel mit Nicht-Lebensmitteln reduzierte sich der Umsatz real um 18 und nominal um 16 Prozent.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Im umsatzstärksten Segment, dem Einzelhandel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen (einschließlich Lebensmittel), erreichten die Umsätze in etwa das Vorjahresniveau (real Plus 0,1 Prozent). Alle übrigen am Umsatz gemessenen bedeutenden Wirtschaftszweige mussten deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. In den beiden ebenfalls großen Einzelhandelsbereichen „Sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“ sowie „Sonstige Güter“, zu denen beispielsweise Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, brachen die realen Erlöse um 30 bzw. 14 Prozent ein. Der Umsatz mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren sowie mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls deutlich (minus 38 bzw. minus 36 Prozent).

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel erhöhte sich gegenüber dem Februar 2020 um 0,8 Prozent (Deutschland: minus 0,9 Prozent).

Zeitraum Januar und Februar

In den beiden ersten Monaten lagen die realen Umsätze des rheinland-pfälzischen Einzelhandels um 9,9 Prozent unter dem Vorjahreswert (nominal minus 8,4 Prozent). Die Beschäftigtenzahl stieg in diesem Zeitraum um 0,7 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen. Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das Basisjahr 2015 (zuvor 2010).

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)