Montag, 25. Oktober 2021

Letztes Update:01:02:16 PM GMT

region-rhein.de

Industrieproduktion im März gestiegen

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im März 2021 gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Daten war der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex 2,2 Prozent höher als im Februar 2021.

Ein wesentlicher Grund für die Zunahme des Güterausstoßes gegenüber dem Vormonat ist der kräftige Produktionsanstieg in der Investitionsgüterindustrie (plus 5,1 Prozent). Aber auch in den beiden anderen industriellen Hauptgruppen erhöhte sich die Ausbringung: Der Output der Konsumgüterhersteller fiel um 1,6 Prozent größer aus als im Februar, und die Vorleistungsgüterproduzenten steigerten ihren Güterausstoß um 0,9 Prozent.

Zur Produktionsausweitung in der Investitionsgüterindustrie trugen sowohl die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen als auch der Maschinenbau bei. Der Output der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, stieg deutlich an (plus 7,3 Prozent). Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, fiel der Güterausstoß im März 4,8 Prozent höher aus als im Monat zuvor. In der Chemieindustrie war die bereinigte Produktion hingegen rückläufig: Die zur Vorleistungsgüterindustrie zählende, umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes verringerte ihre Ausbringung gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent.

Im März 2021 übertraf die bereinigte Industrieproduktion das Niveau des Vorjahresmonats, in dem sich die erste Welle der Corona-Pandemie allmählich in Deutschland auswirkte, um 4,2 Prozent. Sie fiel auch höher aus als im Februar 2020, als die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten noch relativ wenig beeinträchtigte (plus 1,6 Prozent).

Die Hersteller von Investitionsgütern verbuchten eine kräftige Produktionssteigerung (plus 9,8 Prozent gegenüber Februar 2020). Auch in der Vorleistungsgüterindustrie war der Output geringfügig höher (plus 0,4 Prozent). Die Konsumgüterindustrie ist weiterhin deutlich vom Vorkrisenniveau entfernt – die Ausbringung war im März 2021 um 5,9 Prozent geringer als im Februar 2020. In zwei der drei umsatzstärksten Branchen nahm der Güterausstoß zu: Während die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie mit plus 13 Prozent den stärksten Produktionsanstieg verzeichnete und auch der Maschinenbau kräftig um zwölf Prozent zulegte, sank der Output in der Chemieindustrie um 2,1 Prozent.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)