Samstag, 19. Juni 2021

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Kfz-Handel im März mit deutlichem Umsatzplus

Der Monat März bescherte dem Kfz-Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz) ein deutliches Umsatzplus. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzten die Kfz-Händler real, also um Preisveränderungen bereinigt, 20 Prozent mehr um als im März 2020. Nominal bzw. einschließlich Preisänderungen, stiegen die Umsätze um 22 Prozent. Deutschlandweit erhöhten sich die Umsätze real um 25 Prozent (nominal plus 28 Prozent).

Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent (Deutschland: minus 2,6 Prozent).

Bei diesen Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass der Kfz-Handel im März 2020 stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen war. Mit einem Umsatzanstieg von real 7,7 Prozent weist allerdings auch ein Vergleich mit den Märzergebnissen 2019 ein deutliches Plus auf (nominal plus elf Prozent) und lässt hier eine Erholung erkennen.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Alle Teilbereiche im Kfz-Handel wiesen höhere Umsätze aus. Vor allem der umsatzstarke Handel mit Kraftwagen legte deutlich zu. Das reale Umsatzplus lag hier bei 23 Prozent. Im Handel mit Kraftwa-genteilen und -zubehör erhöhten sich die Erlöse um 16,9 Prozent. Mit einem Plus von 6,9 Prozent entwickelte sich der Bereich „Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen“ schwächer.

Zeitraum von Januar bis März

Aufgrund der schlechten Entwicklungen im Januar und im Februar steht am Ende des ersten Quar-tals ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (real: minus 4,6 bzw. nominal minus 3,3 Prozent). Die Beschäftigung lag um zwei Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020.

Die monatliche Kraftfahrzeughandelsstatistik wird im Mixmodell durchgeführt. Dabei werden große Unternehmen in einer Stichprobenerhebung direkt befragt; die Angaben zu den übrigen Unternehmen werden aus Verwaltungsdaten gewonnen. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)