Dienstag, 26. Oktober 2021

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Einzelhandelsumsätze im April über Vorjahresniveau

Die Umsätze des rheinland-pfälzischen Einzelhandels legten im April 2021 leicht zu. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Einzelhandelsumsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um drei Prozent über den Werten des Vorjahres. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, erhöhten sich die Umsätze um 4,7 Prozent. Im Vorkrisenvergleich zu April 2019 zeigt sich eine geringe Umsatzzunahme. In Deutschland betrug das Umsatzplus gegenüber April 2020 real 5,1 und nominal 6,4 Prozent.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im April 2020 wirkten sich unterschiedlich auf die Bereiche „Handel mit Lebensmitteln“ bzw. „Handel im Non-Food-Bereich“ aus, sodass auch im April 2021 die Veränderungsraten gegensätzlich verliefen. Während die Handelserlöse mit Nicht-Lebensmitteln, die im April 2020 deutliche Rückgänge verzeichnet hatten, um 8,1 Prozent deutlich zulegten (nominal plus 10,1 Prozent), entwickelte sich der Umsatz mit Lebensmitteln rückläufig (minus 2,6 Prozent bzw. nominal 0,9 Prozent). Dieser hatte im April 2020 stark zugelegt.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Vier von fünf Handelszweigen wiesen gegenüber April 2020 reale Umsatzzuwächse auf. Im umsatzstärksten Segment, dem Einzelhandel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen (einschließlich Lebensmittel), gingen die Umsätze gegenüber den Vorjahreswerten um 2,3 Prozent zurück. Dagegen verzeichneten die ebenfalls großen Bereiche „Sonstige Güter“, zu denen beispielsweise Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, und „Sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“, Zuwächse von 17 bzw. 4,8 Prozent. Auch die Handelsbereiche mit geringeren Umsatzanteile, der Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren sowie der Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik, erzielten Umsatzzuwächse von 5,2 bzw. 31 Prozent.

Beschäftigung

Der Personalstand im Einzelhandel stieg im Vergleich zum April 2020 um ein Prozent (Deutschland: Plus 1,2 Prozent).

Zeitraum Januar bis April

Die Geschäfte im Einzelhandel entwickelten sich in den ersten vier Monaten gegenüber dem Vorjahr real leicht rückläufig (minus ein Prozent). Aufgrund von Preissteigerungen legte die Umsatzentwicklung nominal geringfügig um 0,7 Prozent zu. Die Beschäftigtenzahl stieg in diesem Zeitraum um 0,9 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das Basisjahr 2015 (zuvor 2010).

Autorin: Dr. Noreen Geenen (Referat Unternehmensstatistiken)