Freitag, 22. Oktober 2021

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Aufholprozess im Kfz-Handel stockt – Beschäftigung nach wie vor im Minus

Trotz eines deutlichen Zuwachses gegenüber April 2020 hat sich der Kfz-Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz) noch nicht von den Einbrüchen durch die Pandemie erholt. Das zeigt der Vergleich mit dem Jahr 2019.

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzten die Kfz-Händler im April 2021 real, also um Preisveränderungen bereinigt, 53 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat (Deutschland: 64 Prozent). Nominal bzw. einschließlich Preisänderungen, stiegen die Umsätze um 57 Prozent (Deutschland: 67 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich im Vergleich zum April 2020 um 1,3 Prozent (Deutschland: minus 1,9 Prozent).

Bei diesen hohen Zuwächsen ist zu berücksichtigen, dass es im April 2020 aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu deutlichen Umsatzverlusten kam (Umsatz real minus 37 Prozent), der Zuwachs also auf einem niedrigen Ausgangsniveau basiert. Eine verbesserte Einordnung der Ergebnisse gelingt mit einer Gegenüberstellung zu den Aprilergebnissen 2019: Im Vergleich zu diesen Werten liegen die Umsätze im April 2021 real um 3,5 Prozent niedriger (nominal: minus 0,2 Prozent). Der Beschäftigtenstand reduzierte sich gegenüber April 2019 um 1,5 Prozent.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Gemessen an den Vorjahresergebnissen liegen die Umsatzzahlen in allen Teilbereichen des Kfz-Handels real deutlich im Plus. Die Spannweite reicht von plus 93 Prozent im Handel mit Kraftwagen bis zu 6,7 Prozent beim Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör. Im Vergleich zu den Ergebnissen 2019 liegt der Handel mit Kraftwagen um 5,2 Prozent im Minus. Der Umsatz im Kraftwagenteilehandel erreicht etwa das Niveau von 2019 (plus 0,1 Prozent).

Zeitraum von Januar bis April

Gegenüber den ersten vier Monaten in 2020 nahm der Umsatz real um 6,9 Prozent zu; nominal waren es 8,8 Prozent. Die Beschäftigung lag um 1,9 niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Entwicklung ausgewählter Wirtschaftsbereiche stellen wir auf einer Sonderseite zu den Folgen der Corona-Krise dar.

Die monatliche Kraftfahrzeughandelsstatistik wird im Mixmodell durchgeführt. Dabei werden große Unternehmen in einer Stichprobenerhebung direkt befragt; die Angaben zu den übrigen Unternehmen werden aus Verwaltungsdaten gewonnen. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)