Freitag, 22. Oktober 2021

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Einzelhandelsumsätze im Mai im Minus

Nach zwei Monaten mit Umsatzanstiegen mussten die rheinland-pfälzischen Einzelhändler im Mai erneut Rückgänge hinnehmen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Einzelhandelsumsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, 2,8 Prozent unter denen von Mai 2020. Nominal bzw. gemessen in jeweiligen Preisen, betrugen die Rückgänge 0,7 Prozent. In Deutschland reduzierte sich der Umsatz real um 1,8 Prozent (nominal: minus 0,1 Prozent).

Der Umsatz mit Lebensmitteln sank um 1,7 Prozent (nominal: minus 0,3 Prozent). Deutlich stärker war der Rückgang im Handel mit den Nicht-Lebensmitteln: Das Minus beläuft sich hier real auf 3,7 Prozent (nominal: minus 1,1 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Nur einer der fünf Handelsbereiche erzielte ein reales Umsatzplus: Der Verkauf der „Sonstigen Güter“, zu denen beispielsweise Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, lag um 6,6 Prozent über den Ergebnissen des Vorjahresmonats. Das umsatzstärkste Segment, der Handel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen (einschließlich Lebensmittel), setzte 2,2 Prozent weniger um. Der ebenfalls umsatzstarke Zweig „Sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“, hatte Umsatzverluste in Höhe von 7,6 Prozent. Besonders deutlich fielen die Rückgänge in den Bereichen „Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren“ sowie „Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik“ aus (minus 24 bzw. 22 Prozent). Diese Bereiche haben allerdings einen geringen Anteil am Gesamtumsatz.

Beschäftigung

Der Personalstand im Einzelhandel stieg im Vergleich zum Mai 2020 um 0,4 Prozent (Deutschland: Plus 0,8 Prozent).

Zeitraum Januar bis Mai

Die Geschäfte im Einzelhandel lagen in den ersten fünf Monaten real um 1,4 Prozent unter dem Ergebnis im Vorjahr. Aufgrund von Preissteigerungen war die Umsatzentwicklung nominal mit 0,4 Prozent im Plus. Die Beschäftigtenzahl stieg in diesem Zeitraum um 0,8 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das Basisjahr 2015 (zuvor 2010).
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass sie durch die unterschiedlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beeinflusst sind.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)