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Anlaufphase der betrieblichen Impfungen erfolgreich

Wirtschaft impft mit großem Engagement und Solidarität

Mainz, 15. Juli 2021: Seit dem 7. Juni 2021 beteiligen sich die Unternehmen und Betriebsärzte an der nationalen Impfkampagne und es wurden deutschlandweit 3.641.250 Impfdosen an die Betriebsärzte und arbeitsmedizinischen Dienste ausgeliefert (Stand 11. Juli, Quelle Impfdashboard.de). Nach gut einem Monat praktischer Erfahrungen mit betrieblichen Impfungen haben die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern daher eine entsprechende Unternehmensbefragung vom 8. bis 14. Juli durchgeführt und ziehen ein positives Zwischenfazit:

Etwas über 80 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer haben betriebliche Impfungen durchgeführt oder bereiten sich darauf vor. Knapp 20 Prozent der Unternehmen haben zu je etwa einem Drittel von Impfungen im Betrieb abgesehen, weil in der Belegschaft der Bedarf wegen ausreichender Impftermine in Impfzentren oder bei Hausärzten zu gering war oder keinen expliziten Grund angegeben. Weitere rund 30 Prozent der nicht-impfenden Betriebe geben fehlende Kapazitäten der Betriebsärzte an, wobei dies insgesamt betrachtet nur knapp fünf Prozent aller Befragten betrifft. An der Umfrage haben 125 Unternehmen mit knapp 11.000 Mitarbeitenden teilgenommen.

„Die Umfrageteilnehmer, häufig die für Rheinland-Pfalz so prägenden Mittelständler, bringen sich mit großem Engagement und Solidarität in die Impfkampagne ein und jeder zweite Betrieb impft nicht nur die eigene Belegschaft, sondern auch Familienangehörige oder Mitarbeitende aus der Nachbarschaft“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Dementsprechend schätzen 38 Prozent der Unternehmen die Impfquote (mindestens einmal geimpft) unter den Mitarbeitenden auf zwischen 51 und 70 Prozent, was im Mittel etwa der aktuellen Landesimpfquote von 59,9 Prozent (Stand 13.7. nach RKI) entspricht. 44 Prozent der Befragten schätzen die Impfquote der Belegschaft auf über 71 Prozent.

Insgesamt benoten 81 Prozent der impfenden Betriebe die organisatorischen Abläufe rund um das betriebliche Impfen mit sehr gut oder gut.  „Die rechtzeitige Vorplanung und der enge Austausch von IHKs, Landesgesundheitsministerium, der Landesvereinigung Unternehmerverbände und des Landesverbandes Deutscher Betriebs- und Werkärzte hat sich bezahlt gemacht. Die bisherigen positiven Erfahrungen führen mit zu einer hohen Bereitschaft der Betriebe zu 83 Prozent auch zukünftig Auffrischungsimpfungen durchzuführen“, so Rössel weiter.

Ungeachtet der positiven Ergebnisse sind wesentliche Meilensteine der gesamten nationalen Impfkampagne noch nicht erreicht und die Pandemie noch nicht überwunden. Daher werben die rheinland-pfälzischen IHKs weiterhin für eine hohe Impfbeteiligung und betonen die Notwendigkeit einer umfassenden Pandemiestrategie. „Auch bei hohen Impfquoten können höhere Inzidenzen auftreten. Darum braucht die Wirtschaft unbedingt dauerhafte Öffnungsperspektiven und eine differenzierte Betrachtung des Pandemiegeschehens. Hierfür müssen in den nächsten Wochen die Weichen gestellt werden“, fordert Rössel.