Dienstag, 07. Dezember 2021

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Industrie im September 2021: Auftragseingänge steigen

Die Nachfrage nach rheinland-pfälzischen Industrieprodukten ist im September 2021 kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 9,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Inlandsgeschäft und Auslandsgeschäft liefen wesentlich besser als im August (plus 9,9 bzw. plus 8,6 Prozent).

In allen drei industriellen Hauptgruppen gingen im September mehr Bestellungen ein als im Monat zuvor. Besonders stark stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern (plus 19 Prozent). In der Konsumgüterindustrie erhöhte sich das Ordervolumen um 3,6 Prozent. Die Auftragseingänge in der Vorleistungsgüterindustrie lagen um 1,1 Prozent über dem Augustniveau.

Der kräftige Zuwachs in der Investitionsgüterindustrie ist auf den massiven Anstieg der Bestellungen in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie zurückführen. In dieser Branche, die gemessen am Umsatz der zweitgrößte Industriezweig in Rheinland-Pfalz ist, erhöhte sich das Ordervolumen im September um 174 Prozent, allerdings ausgehend von einem außergewöhnlich niedrigen Vormonatsniveau. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie gehört und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, gingen 0,7 Prozent weniger Bestellungen ein als im August. Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie zählt und die drittgrößte Branche ist, musste ebenfalls Einbußen hinnehmen (minus zwei Prozent).

Der bereinigte Auftragseingangsindex lag im September 2021 auch weit über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 24 Prozent). Das Inlands- und das Auslandsgeschäft verbesserten sich deutlich (plus 20 bzw. plus 26 Prozent). Besonders stark stiegen die Auftragseingänge in der Investitionsgüterindustrie; sie waren um 44 Prozent höher als im September 2020. Dazu trug sowohl die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie (plus 98 Prozent) als auch der Maschinenbau (plus 27 Prozent) bei. In der Vorleistungsgüterindustrie erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge um 7,3 Prozent; der Zuwachs in der Chemiebranche belief sich auf zehn Prozent. Die Nachfrage nach Konsumgütern lag um 22 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)