Donnerstag, 02. Dezember 2021

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Auszeichnung für meisterliche Gaumenfreuden

Preisverleihung: Fleischerverband Rheinland-Rheinhessen glänzt mit 240 Goldmedaillen

RHEINLAND-PFALZ. Bei diesem Wettbewerb ging es um die Wurst. Am Ende war die Jury hocherfreut über die getesteten Genüsse aus Meisterhand: 240 Mal Gold, 31 Mal Silber und sieben Mal Bronze gab es beim jetzigen achten Wettbewerb der regionalen Produkte in RLP.  Bei dieser freiwilligen Selbstkontrolle für Leckereien wie Fleischwurst, Schinken, Leberwurst und Co. beteiligten sich 52 Betriebe aus den Reihen des Fleischerverbandes Rheinland-Rheinhessen. Jetzt gab es im Rahmen einer Feierstunde im Koblenzer Zentrum für Ernährung und Gesundheit die Siegerpokale und Urkunden. Herzlich gratulierten die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz, und Dagmar Groß-Mauer, Landesinnungsmeisterin des Fleischerverbandes Rheinland-Rheinhessen.

Die Coronapandemie habe dem Lebensmittelhandwerk sicher nicht gut getan. Aber sie scheine doch „zum veränderten Einkaufsverhalten der Kunden beigetragen“ zu haben, erläuterte Dagmar Groß-Mauer in ihrer Begrüßungsrede. Offenbar werde vermehrt auf Qualität statt Quantität gesetzt. Vielleicht, weil man mehr selbst kochte oder der überfüllte Supermarkt gemieden wurde. Jedenfalls: Der Handwerksbetrieb werde wiederentdeckt. Statt Massenware zu konsumieren, freuen sich viele Kunden über den sorgsam mit viel handwerklichem Können hergestellten besonderen Genuss. „Es wird weniger Wurst und Fleisch gekauft“, so die Landesinnungsmeisterin, dafür aber vermehrt beim Fleischer nebenan. Von zu viel Bürokratie über den Wunsch, zu artgerechterer Nutztierhaltung zu kommen: Gern nutzte Dagmar Groß-Mauer die Chance, die Probleme ihrer Branche an Landesvertreterin Daniela Schmitt zu übermitteln.

„Wir wollen politisch die Weichen so stellen, dass das Fleischerhandwerk positiv in die Zukunft blicken kann“, versprach diese. Schließlich gehörten Fleisch- und Wurstspezialitäten zur deutschen Kultur. Bis zu acht Proben durfte jeder Betrieb in den Wettbewerb einbringen. 20 Experten nahmen die Genüsse unter die Lupe. Dabei zeigte sich Lebensmittelchemiker Dr. Wolfram Wendler von Limbach Analytics Mainz sehr erfreut über die Qualität des Getesteten: „Mikrobiologisch war alles einwandfrei.“ Bis auf vier Proben, in denen geringe Abweichungen zu den Leitsätzen festgestellt wurden“, gab es keinerlei Beanstandungen.

Auch Geschäftsführer Alexander Zeitler fand ausschließlich lobende Worte: „Was in diesem Jahr angeliefert worden ist, das war klasse.“

Auf Platz 1 landete die Fleischerei Schaefer aus Trier, auf Platz 2 die Burgmetzgerei Botte aus Hartenfels, ebenfalls auf Platz 2 die Fleischerei Werner Schmitt aus Trier, gefolgt von der Metzgerei Kneppel aus Morbach auf Platz 3.