Dienstag, 17. September 2019

Letztes Update:04:36:30 PM GMT

region-rhein.de

Tötungsdelikt in Koblenz-Neuendorf am 16.08.2018

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen einen 44 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen aus Koblenz Anklage zum Landgericht – Schwurgericht – Koblenz wegen des Verdachts des Totschlags erhoben.

In der kürzlich zugestellten Anklageschrift wird dem Angeschuldigten zur Last gelegt, sich am Mittag des 16.08.2018 mit einem Messer bewaffnet zur Wohnung der von ihm im Jahre 2016 geschiedenen 38 Jahre alten Geschädigten in Koblenz-Neuendorf begeben, die Geschädigte dort mit mehreren Messerstichen erheblich verletzt und dabei ihren Tod zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Durch die beigefügten Stichverletzungen verstarb die Geschädigte noch bevor die Rettungskräfte eintrafen. Sie hinterlässt sechs Kinder, davon fünf gemeinsame mit dem Angeschuldigten.

Die konkrete Motivation für die Tat konnte trotz umfangreicher Ermittlungen, insbesondere durch die Vernehmung mehrerer Zeugen und die Auswertung von WhatsApp-Mitteilungen nicht belastbar geklärt werden. Der in Untersuchungshaft befindliche Angeschuldigte macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Termin zur Hauptverhandlung ist noch nicht bestimmt. Bitte wenden Sie sich deswegen zu gegebener Zeit an die Pressestelle des Landgerichts Koblenz.

Rechtliche Hinweise:

Wegen Totschlags macht sich strafbar, wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Verurteilung der Angeschuldigten wahrscheinlicher als ihr Freispruch ist. Allein mit der Erhebung einer Anklage ist weder ein Schuldspruch noch eine Vorverurteilung der Betroffenen verbunden. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.

gez. Rolf Wissen, Oberstaatsanwalt