Freitag, 05. Juni 2020

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Staatsanwaltschaft Koblenz

Tötungsdelikt am 25.09.2019 in Lahnstein

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen einen 46 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen aus Lahnstein Anklage zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Koblenz wegen des Verdachts des Totschlags erhoben.

In der kürzlich zugestellten Anklageschrift wird dem seit dem 26.09.2019 in Untersuchungshaft befindlichen Angeschuldigten zur Last gelegt, am Nachmittag des 25.09.2019 in einer Hütte auf einem Gartengrundstück in Lahnstein nach einem vorangegangenen Streit mit einem mitgeführten Kunststoff-Schlagstock auf den Kopf und den Oberkörper seines Schwiegervaters eingeschlagen zu haben. Die Schläge waren so massiv, dass sie zum Tode des Opfers führten. Dies soll der Angeschuldigte zumindest billigend in Kauf genommen haben.

Der Angeschuldigte räumt die ihm zur Last gelegte Tat ein, behauptet jedoch, sein Schwiegervater habe ihn angegriffen.

Termin zur Hauptverhandlung ist noch nicht bestimmt. Bitte wenden Sie sich deswegen zu gegebener Zeit an die Pressestelle des Landgerichts Koblenz.

Rechtliche Hinweise:

Wegen Totschlags macht sich gemäß § 212 Absatz 1 StGB strafbar, wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein. Das Gesetz sieht hierfür Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vor.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Verurteilung der Angeschuldigten wahrscheinlicher als ihr Freispruch ist. Allein mit der Erhebung einer Anklage ist weder ein Schuldspruch noch eine Vorverurteilung der Betroffenen verbunden. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.

gez. Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt